Anleitung zum Bau einer Bewässerungsanlage

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Automatisch gießen und steuern mit FHEM

Der Bau einer automatischen Bewässerungsanlage für den eigenen Garten, die alternativ auch von überall gesteuert und überwacht werden kann, wird schnell zu einer komplexen Angelegenheit.

In dieser kleinen Serie möchte ich den Weg zu unserer Bewässerungsanlage beschreiben - sei es als Inspiration oder zum Nachbau.

Definition der Anforderungen

Da am Markt die Auswahl an Systemen groß ist, muss sich jeder selbst zu Beginn einige Fragen stellen:

  • Was sind meine konkreten Anforderungen an die Gießanlage?
  • Wie soll die Bewässerungsanlage gesteuert werden?
  • Was geht überhaupt nicht?
  • Wo wird die Anlage an ihre Grenzen stoßen?

Die Antworten auf diese Fragen können Sie an den am Markt vorhandenen Systemen spiegeln und daraus resultierend eine Entscheidung treffen. Ich habe die Fragen für mich wie folgt beantwortet:


Was sind meine konkreten Anforderungen an die Gießanlage?

Die Anlage soll so dimensioniert sein, dass die Bepflanzungen auf der Grundstücksrabatte (ca. 45m lang) und die Terrassenpflanzen bewässert werden können. Hierzu muss die Zisterne (5000 Liter) mit der vorhandenen Gardena-Tauchpumpe (Fördermenge: 5000 l/min) ausreichen.

Sie soll möglichst robust laufen und wartungsarm sein, damit wir sorgenfrei in den Urlaub fahren können.


Wie soll die Bewässerungsanlage gesteuert werden?

Die Steuerung des Systems soll in mein vorhandenes Smart Home (FHEM) integriert werden. Des Weiteren möchte ich die Anlage von überall per Smartphone kontrollieren und notfalls auch steuern können.

Für den WAF (Women acceptance factor) ist es sehr wichtig, dass die Steuerung auch ohne diesen ganzen elektronischen Schickschnack möglich ist – also „Retro“ mit ganz normalen Schaltern.

Die Steuerung selbst muss ohne Feuchtesensor auskommen, da ich nichts gefunden habe, was zu meinem vorhandenen Smart Home Funkstandard (Enocean oder WLan) passt.


Was geht überhaupt nicht?

Ich wollte keine Insellösung, kein geschlossenes System, mit dem ich mich an einen Hersteller auf Gedeih oder Verderb binde, sondern die Steuerung sollte möglichst über ein offenes System erfolgen.

Des Weiteren ist eine Lösung, die eine Cloud-Anbindung erfordert, ein absolutes no-go.


Wo wird die Anlage an ihre Grenzen stoßen?

Da ich möglichst nur das Wasser aus unserer Zisterne (5000 Liter) verwenden möchte, war von vorherein klar, dass nur die Bepflanzungen auf der Grundstücksrabatte und die Terrassenpflanzen bewässert werden. Der Rasen darf im Sommer verbrennen - wie jedes Jahr. Schließlich erholt er sich relativ schnell wieder. Ich bin kein Freund davon, mit Leitungswasser zu gießen. Auch wenn ich kein „Öko“ bin und wir in Deutschland noch keinen akuten Wassermangel haben, sträubt sich etwas in mir, Leitungswasser einfach im Garten versickern zu lassen. Wir sind bisher mit dieser Strategie ganz gut gefahren. In den vergangenen ca. 18 Jahren, in denen wir unseren Garten bewirtschafteten, war bei gleicher Gieß-Strategie die Zisterne erst zweimal leer.


Kontakt

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